Seit Juni 2015 nehmen wir am Klimaschutzprojekt des Landkreises Ludwigslust- Parchim teil. In diesem Rahmen haben wir viele begleitete Projekte und Aktionen durchgeführt und darüber hinaus eigene Ideen zum Klimaschutz verwirklicht.

 

Präventive und technische Projekte

1. Nachdem die Absprachen mit dem verantwortlichen Projektleiter des Landkreises getätigt wurden, erstellten wir ein Informationsblatt zum Klimaschutzprojekt der Schule. Mit diesem gingen wir in alle Klassen und beauftragten alle Schüler, Ideen für das Einsparen von Energiekosten und Vorschläge für Veränderungen auf dem Schulgelände zu sammeln.

Entsprechend der gesammelten Maßnahmen wurden bzw. werden im Kunst- und AWT-Unterricht Hinweisschilder gestaltet.

 

2. Im Rahmen des Klimaschutzprojektes und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wismar wurde unsere Schule an ein Energiemonitoring angeschlossen. Dieses erfasst alle Verbrauchsdaten der Schule und stellt sie in verschiedenen Diagrammen dar. Diese sind auf einem Server hinterlegt und werden auch auf der Seite des Landkreises veröffentlicht.

 

3. Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 beobachten wie die Verbrauchsdaten und analysieren die Auf- bzw. Abwärtstrends genau. Ganz nach dem Motto: „Nur wer seine Verbräuche kennt, kann diese optimieren.“ Hierzu werden die Medienverbräuche Wasser, Strom und Gas monatlich von uns aus dem Energieteam der Schule in Diagrammen dargestellt und unseren Mitschülerinnen und Mitschülern präsentiert. Über ein Farbsystem (rot/grün) wird sichtbar, ob die Verbräuche geringer oder höher sind als im Monat zuvor.

 

4. Beim Energierundgang an der Pestalozzischule ist uns aufgefallen, dass der gesamte Keller des Hauptgebäudes viel zu hoch temperiert wurde. Dies wurde durch manuelle Betätigung der Thermostate geändert. Zudem wurden die richtigen Temperaturen in Klassenräumen und anderen Räumen angepasst. Auch die technische Seite wurde betrachtet und festgestellt, dass die Steuerung der Heizungsanlage defekt ist. Es erfolgte weder eine Witterungsführung, noch wurden die Nutzungszeiten der Schule berücksichtigt. Um dennoch in dieser Heizperiode eine Verringerung der Heizkosten zu erzielen, wurde die Kesseltemperatur manuell an die neuen Bedingungen angepasst.

 

5. Mit einem Versuchsaufbau eines Heizthermostats wurde uns deren Bedienung am Beispiel dargestellt.

Resultat des Projekts ist, dass die Schüler die Funktionsweise eines Thermostats verstehen und dies im Schulalltag, aber auch zu Hause anwenden können. Die richtige Bedienung ist die Grundlage, um Heizenergie und Kosten zu sparen.

 

6. Mithilfe der Aktion „Nebelmaschine“ wollten wir die effektivste Lüftungsmethode finden. Unser Klassenraum wurde mithilfe einer Nebelmaschine „eingenebelt“.

Dann wurden die unterschiedlichen Lüftungsvarianten „Kipplüften“, „Stoßlüften“ und „Durchzugslüften“ angewendet und die Geschehnisse, sowohl innerhalb des Klassenraums als auch von draußen, beobachtet und dokumentiert. Durch die Kombination aus Beobachtung und anschließender Auswertung der Messergebnisse, konnten wir die effektivste Lüftungsmethode (Stoßlüften) eindeutig bestimmen.

7. Der Einstieg in das Thema Stromverbrauch begann mit der Aufnahme des Ist-Zustands im Schulgebäude. Wir wurden mit Stromkostenmessern ausgestattet und durch die Schule geschickt. Die aufgedeckten Mängel wurden von uns ausgewertet und ein Maßnahmeplan zur Beseitigung entwickelt. Dieser wurde jeder Klasse und den Lehrern zur Verfügung gestellt und entsprechend umgesetzt.

 

8. Eines der effektivsten Möglichkeiten Einsparungen in einer Schule zu generieren ist, auf die richtigen Raumtemperaturen zu achten und ein Überheizen der Räume zu verhindern. Hierfür haben wir alle Räume mit Temperaturdatenloggern ausgestattet. Dadurch können wir Rückschlüsse ziehen, wie beispielsweise die richtige Einstellung am Heizkessel.

 

9. Bei unserem letzten Frühjahrsputz konnten wir einen Solarkocher zum Erwärmen der Würstchen nutzen. Hiermit demonstrierten wir allen Schülern, wie viel Energie uns die Sonne schenkt und wie wir diese pfiffig nutzen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10. Unser Landkreis stellt uns Bausätze für ein Rennsolarmobil zur Verfügung. So können wir sowohl im Physik- als auch im AWT-Unterricht das Thema „Erneuerbare Energien“ praxisnah erleben.

 

 

Natur und Umwelt

 

1. Seit mehreren Jahren gibt es in allen Klassen- und Fachräumen 3 Behälter sowie auf dem Schulgelände entsprechende Container zur konsequenten Mülltrennung. Dadurch hat sich unsere Restmüllmenge wesentlich verkleinert und die Kosten für den Landkreis sind entsprechend deutlich gesunken. Somit ist uns ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz gelungen. Regelmäßig überprüfen wir die Einhaltung der Mülltrennung, indem wir als Mülldetektive die Müllbehälter überprüfen. Die erfolgreichste Klasse wird entsprechend ausgezeichnet.

 

2. Ebenfalls seit mehreren Jahren gibt es an unserer Schule einen Bio-Schulgarten und eine Obststreuwiese. Im AWT-Unterricht werden diese Objekte von allen Schülern bewirtschaftet, das Obst und Gemüse werden im Hauswirtschaftsunterricht verarbeitet. Damit sich zahlreiche Pflanzen und Tiere ansiedeln, wird unsere Obstwiese nur zwei Mal jährlich gemäht.

Vor einem Jahr haben wir begonnen, eine Wildhecke anzulegen.Unser Schulgarten

 

 

3. Die Bewässerung unseres Schulgartens erfolgte bisher über einen Außenwasserhahn. Zu dem Garten gehört ein kleines Gerätehäuschen, indem die Gartenutensilien untergebracht werden. Da die Dachfläche ausreichend groß ist, kam der Schule die Idee, die Bewässerung über eine Regentonne zu gewährleisten. Geplant ist das Aufstellen eines weiteren Regenauffangbehälters im nächsten Frühjahr.

 

4. Im Rahmen verschiedener Betriebsbesichtigung haben die Klassen 8a und 10 zwei Biogasanlagen in landwirtschaftlichen Betrieben besichtigt und somit ein andere Möglichkeit für erneuerbare Energien kennen gelernt.

Gestaltungsprojekte

1. Wie vielseitig das Klimaschutzprojekt an unserer Schule ausgelegt ist, zeigten wir mit dem Gestaltungsprojekt zum Thema Müll. Mit dem an der Schule anfallenden Müllresten, wie Flaschendeckel, leere Patronen oder Stiften, wurde das Klimaschutzlogo gestaltet. Ziel dieses Projektes war es, die Schülerinnen und Schüler der Schule auf das Projekt aufmerksam zu machen.

 

Logo

 

Spätestens die neuen Schulhofsessel fallen den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Besuchern direkt ins Auge. Man wird überrascht sein, wie bequem diese sich sitzen.

2. Die Sonne ist nicht nur ein Energielieferant. Sie gibt uns ebenso die Möglichkeit, die Uhrzeit zu bestimmen. Entsprechend werden wir im Rahmen des AWT-Unterrichts im Frühjahr eine Sonnenuhr bauen. Diese wird auf dem Schulgelände einen geeigneten Platz finden.

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Mit unseren durchgeführten Projekten und Aktionen konnten wir nicht nur unser Wissen zum Thema Klimaschutz erweitern bzw. unser Nutzungsverhalten und das unserer Mitschüler verbessern, sondern auch einen beträchtlichen Beitrag zum Energiesparen an unser Schule leisten.